Jubiläumskonzert: Blasmusik, die begeistert

350 Besucher haben mit der Blaskapelle Moorenweis die 20-jährige Vereinsgründung im Rahmen eines Jubiläumskonzertes unter der musikalischen Gesamtleitung von Philipp Dölzer gefeiert.

Neben der Stammkapelle konnte auch die Jugendkapellengemeinschaft der Blaskapelle Moorenweis und der Musikfreunde Geretshausen das Publikum auf eine musikalische Reise von „Rocky“ bis „Winnetou“ mitnehmen. Mit dem Stück „The Hunger Games“ und „Eye of the Tiger“ werden sie im nächsten Jahr beim Bezirksmusikfest in Weicht bei Kaufbeuren teilnehmen. Was bei so viel Fleiß und intensiver Vorbereitung alles herauskommen kann, demonstrierten die Jugendlichen eindrucksvoll. Zwei Wochen zuvor wurde erstmals ein Probenwochenende abgehalten, wo sie ihren musikalischen Schliff erhielten.

Dass zu Jubiläen auch auf die Chronik des Vereins eingegangen wird, gehört zum guten Ton. Michael Trauner, Vorsitzender der Blaskapelle Moorenweis, schilderte die Vereinsgeschichte der vergangenen 20 Jahre. Nicht unerwähnt darf sein, dass es die Blaskapelle Moorenweis bereits seit 1908 gibt. Damals wurde sie von Pfarrer Kinker als Burschenkapelle gegründet, unter dem Dirigenten Hans Knoller sowie dem Vorsitzenden Erwin Böck wurde sie 1994 in einen eingetragenen Verein umgewandelt. Höhepunkte der vergangenen Jahre waren zum Beispiel das Ernst-Mosch-Gedächtniskonzert, der Bayerische Abend mit den Oktoberfestkapellmeistern oder das Konzert zur Filmmusik mit „007 trifft Grease“.

Das Vereinsleben besteht natürlich nicht nur aus Konzerten. In den vergangenen Jahren konnte die Blaskapelle Moorenweis auch schon öfter auf der „Oiden Wiesn“ des Münchner Oktoberfestes mitwirken, und auch das jährliche Starkbierfest zählt zu den Höhepunkten. Einen großen Meilenstein stellt die Nachwuchsarbeit mit der Gründung der Bläserschule Paartal dar. Die umliegenden Kapellen gingen damit gemeinsam einen wichtigen Schritt in die Zukunft.

Nach der Pause eröffnete die Blaskapelle Moorenweis mit „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss. Ein musikalischer Sonnenaufgang fesselte das Publikum. 20 Jahre sind ein guter Grund, auch die Dirigenten der vergangenen Jahre einzuladen und mit ihnen gemeinsam diese Revue passieren zu lassen. Dass Blasmusik mehr als nur Märsche zu bieten hat, zeigte die Stammkapelle mit einem Auszug aus dem Musical „Phantom der Oper“.

Ohne das Engagement der Musiker, des Vorstands und allen freiwilligen Helfern wäre es nicht möglich, solch einen wunderbaren Abend und andere Festivitäten auf die Beine zu stellen. Michael Trauner bedankte sich bei allen, die zu diesem gelungenen Konzert beigetragen haben.

Zum Schluss noch mit Xylofon

Zum Abschluss des Abends konnten die Zuhörer beide Orchester im Einklang erleben mit dem wunderbaren Xylofon-Solo-Stück „Erinnerungen an Zirkus Renz“. Hier brillierten Johannes Wolf aus Geretshausen und Sebastian Trauner aus Moorenweis an ihren Xylofonen. Mit dem allseits bekannten „Bozner Bergsteigermarsch“ endete das Jubiläumskonzert in einem großen Finale. (lt)

augsburger-allgemeine.de (08.12.2014)

 

 

Legenden der Wiesn geben sich die Ehre:

„Moorenweis ist wie immer den Münchnern voraus“, scherzte BR-Moderator Georg Ried. Er kennt die „Kapellmeister-Legenden“ alle persönlich von seiner Tätigkeit als Aufnahmeleiter des traditionellen Standkonzerts an der Bavaria kennt und führte unterhaltsam durch den Abend.

Michael Trauner, erster Vorstand der Blaskapelle Moorenweis, gelang es sogar, mit Wiggerl Hagn und Sepp Krätz zwei amtierende Wiesnwirte nach Moorenweis zu lotsen. Zwei gravierende Unterschiede zum Münchner Original gab es aber: die Moorenweiser Maß kostete nur einen Bruchteil der Münchner Maß und die in Moorenweis gespielte Musik kann ein Kapellmeister auf dem Oktoberfest höchstens mittags für zwei Stunden spielen.

„Des da is a Musi mit Ganshaut“, bekannte Wiggerl Hagn, „die vielen jungen Leut auf der Wiesn ham für eine echte Blasmusik leider kein Verständnis mehr“, bedauerte der Chef des Löwenbräu-Zeltes und bekam für den Marsch ‘Alte Kameraden’ vom Dirigenten Philipp Dölzer den Taktstock geliehen.

Otto Schwarzfischer, seit 1956 Chef seiner Kapelle im Schottenhammel, dirigierte ein Potpourri von Johann Strauß. „Schon am späten Nachmittag müssen wir es mit Partymusik im Wiesn-Zelt richtig krachen lassen“, sagt Schwarzfischer, der eigentlich ein Fan der konzertanten Blasmusik ist. Daran, dass der Dezibel-Messer gelegentlich die 100er Marke reißt, sei nicht die Musik schuld, sondern die Gäste. „Die schreien ja, dass du meinst das Zelt fällt zam.“

merkur-online.de (12.09.2010)

 

 

Mosch-Konzert:

Weil/Moorenweis (hewa) - Böhmische Blasmusik vom Feinsten boten die Musikfreunde Geretshausen, die zusammen mit der Blaskapelle Moorenweis in Erinnerung an Ernst Mosch in der Mehrzweckhalle Moorenweis vor über 800 Besuchern spielten. Die Leitung hatte Philipp Dölzer, der sich auch als Gesangssolist mit emotionalen Texten bei den Zuhörern in die Herzen sang.

augsburger-allgemeine.de (12.12.2009)